Berechne deinen notwendigen Kunden-Stundensatz

Gib ein, was du als Solo-Selbstständiger pro Stunde verdienen möchtest. Der Kalkulator rechnet alle monatlichen Unternehmerkosten sauber dazu und zeigt dir den notwendigen Netto- und Bruttoverkaufspreis pro Kundenstunde.

01Unternehmerlohn & abrechenbare ZeitWie viel du verdienen möchtest und wie viele Stunden wirklich berechnet werden können.
35,00 €
Was ist damit gemeint?Das ist der Unternehmerlohn, den du pro tatsächlicher Arbeitsstunde für dich selbst verdienen möchtest. Gemeint ist nicht einfach nur ein schöner Wunschwert, sondern ein Betrag, der zu deinem Alltag als Selbstständiger passen sollte. Davon müssen später oft noch private Themen wie Einkommensteuer, Krankenversicherung, Altersvorsorge und persönliche Rücklagen getragen werden, wenn diese nicht bereits an anderer Stelle eingeplant sind.

Praxis-Tipp: Kalkuliere nicht zu knapp. Wenn du dauerhaft zu niedrig startest, arbeitest du viel, aber am Ende bleibt dir oft zu wenig übrig. Frage dich deshalb: Reicht dieser Betrag auch dann noch, wenn ein Monat mal schwächer läuft oder unerwartete Ausgaben dazukommen?
guter Wunschlohn
Guter WunschlohnDieser Bereich ist eine gute Basis. Fixkosten, Bürozeit und Rücklagen werden zusätzlich sauber eingerechnet.
120 Std.
Nur echte Kundenstunden eintragenHier gehören nur die Stunden hinein, die du Kunden wirklich in Rechnung stellen kannst. Also echte Einsatzzeit, die am Ende bezahlt wird. Nicht dazu zählen zum Beispiel Fahrten, Besichtigungen, WhatsApp, Angebots-Erstellung, Einkauf, Planung, Buchhaltung, Leerlauf oder Ausfallzeiten – genau dafür ist der Zuschlag für Bürozeit und Leerlauf gedacht.

Wichtig: Viele Solo-Selbstständige überschätzen diesen Wert am Anfang. Rechne lieber vorsichtig und realistisch. Wenn du zu viele abrechenbare Stunden annimmst, wird dein Kundenpreis künstlich zu niedrig und deine Kalkulation kippt später in der Praxis.
gute Auslastung
Normale AuslastungTrage nur Stunden ein, die du Kunden wirklich berechnen kannst. Büroarbeit, Fahrten und Akquise werden separat berücksichtigt.
25 %
Warum dieser Zuschlag wichtig istSolo-Selbstständige arbeiten nicht nur beim Kunden. Auch Angebote schreiben, Rechnungen erstellen, telefonieren, auf Nachrichten antworten, Material einkaufen, Touren planen, Schlüssel organisieren, Besichtigungen durchführen oder Leerzeiten überbrücken kostet Zeit. Diese Zeit ist unternehmerisch notwendig, wird aber nicht direkt als Kundenstunde verkauft.

Beispiel: 25 % bedeuten, dass auf 1 abrechenbare Stunde zusätzlich 15 Minuten unternehmerischer Aufwand mit einkalkuliert werden. Ohne diesen Zuschlag sieht dein Preis auf dem Papier günstiger aus, aber du bezahlst einen Teil deiner Arbeit später unbemerkt aus dem eigenen Unternehmerlohn.
realistisch
Bürozeit realistisch einplanenDieser Zuschlag deckt Angebote, Rechnungen, WhatsApp, Planung, Materialkauf, Leerzeiten und Organisation ab.
02Monatliche UnternehmerkostenFixkosten werden automatisch auf deine abrechenbaren Monatsstunden verteilt.
0 € / Monat
Büro- und Lagerkosten sauber einrechnenTrage hier die monatliche Miete inklusive Nebenkosten ein, wenn du für dein Unternehmen ein Büro, Lager, Abstellraum oder andere gewerblich genutzte Flächen bezahlst. Dazu können je nach Situation auch Strom, Heizung, Hausgeld oder anteilige Betriebskosten gehören.

Wenn du privat lagerst und dadurch keine echten zusätzlichen Kosten entstehen, kann der Wert bei 0 € bleiben. Sobald du aber Räume anmietest oder regelmäßig dafür Kosten trägst, sollten sie hier sauber erfasst werden – sonst fehlt später ein wichtiger Teil in deinem Stundenpreis.
Büro- oder Lagermiete berücksichtigenTrage hier regelmäßige Mietkosten inkl. Nebenkosten ein. Wenn du kein Büro oder Lager nutzt, kann dieser Wert bei 0 € bleiben.
60 € / Monat
Was gehört hier hinein?Hier trägst du laufende Verwaltungs- und Tool-Kosten ein. Dazu können zum Beispiel Buchhaltungssoftware, Steuerberater-Vorschüsse, Telefon, Internet, Bankgebühren, E-Mail-Tools, Cloudspeicher, kleine Büroprogramme oder andere digitale Helfer gehören.

Diese Ausgaben wirken oft klein, summieren sich aber schnell. Gerade Solo-Selbstständige übersehen solche „kleinen“ Kosten gern. Wenn du sie nicht einrechnest, wirken deine Preise zunächst gut – tatsächlich finanzierst du diese Dinge dann aber aus deinem eigenen Unternehmerlohn.
Verwaltungskosten berücksichtigtBuchhaltung, Software, Telefon und Bankkosten müssen vom Stundenpreis getragen werden.
80 € / Monat
Versicherungen und Beiträge sauber einplanenHier gehören nur Versicherungen, Pflichtbeiträge oder ähnliche regelmäßige Kosten hinein. Typische Beispiele sind Betriebshaftpflicht, Beiträge zur Berufsgenossenschaft, Kammer- oder Verbandsbeiträge und vergleichbare laufende Absicherungen.

Praxis-Tipp: Plane diese Absicherungskosten lieber vollständig ein, auch wenn sie monatlich klein wirken. Gerade bei wenigen abrechenbaren Stunden können 50–150 € pro Monat den notwendigen Kunden-Stundensatz spürbar erhöhen. Prüfe mindestens einmal im Jahr, ob Schutz, Beiträge und Kosten noch zu deinem Unternehmen passen.
Versicherungen / Beiträge berücksichtigtDiese laufenden Absicherungskosten werden auf deine abrechenbaren Monatsstunden verteilt.
120 € / Monat
Kundengewinnung kostet GeldHier gehören laufende Ausgaben hinein, die dir helfen, sichtbar zu werden und neue Kunden zu gewinnen. Das kann zum Beispiel deine Website, lokale SEO, Pflege des Google-Unternehmensprofils, Flyer, Drucksachen, Anzeigen, Fotos, kleine Werbekampagnen, Bewertungsgewinnung oder andere Akquise-Maßnahmen betreffen.

Viele rechnen Marketing gar nicht ein und wundern sich später, warum Wachstum so teuer ist. Wenn du Kunden gewinnen willst, sollte dieser Bereich bewusst mitgedacht werden. Sonst bezahlst du deine Sichtbarkeit am Ende indirekt aus dem Unternehmerlohn.
Kundengewinnung einplanenWerbung, Website und Akquise sind echte Unternehmerkosten. Ohne diese Position wird der Stundenpreis oft zu niedrig.
180 € / Monat
Fahrzeug-Fixkosten realistisch erfassenHier geht es nur um laufende Grundkosten deines Fahrzeugs, also zum Beispiel Versicherung, Steuer, Leasing- oder Finanzierungsrate, Wartung, TÜV, Reifen oder einen realistischen monatlichen Fahrzeuganteil. Diese Kosten entstehen unabhängig davon, ob du in einem Monat viel oder wenig fährst.

Wichtig: Auftragsbezogene Fahrtkosten werden in deinem Angebotskalkulator separat berechnet. In diesem Feld sollst du deshalb keine einzelnen Kundenfahrten eintragen, sondern nur die dauerhaften monatlichen Grundkosten des Fahrzeugs.
Fahrzeugkosten prüfenLaufende Fahrzeugkosten wie Versicherung, Steuer, Wartung oder Leasing sollten nicht aus deinem Unternehmerlohn bezahlt werden.
100 € / Monat
Ausstattung nutzt sich abReinigungsgeräte, Arbeitskleidung und Zubehör halten nicht ewig. Plane hier deshalb eine vernünftige Rücklage für Staubsauger, Wischsysteme, Tücher, Eimer, Arbeitskleidung, Kleingeräte, Reparaturen und Ersatzanschaffungen ein.

Dieser Punkt ist wichtig, weil Neuanschaffungen sonst oft „aus dem Nichts“ kommen. Wenn du dafür keine Rücklage eingeplant hast, zahlst du neue Geräte später häufig aus deinem privaten Geld oder dein Unternehmerlohn wird dadurch plötzlich deutlich kleiner.
Ausstattung & Ersatz einplanenGeräte, Kleidung, Verschleiß und kleine Ersatzanschaffungen brauchen eine eigene Rücklage.
50 € / Monat
Sammelposten bewusst nutzenDieses Feld ist für regelmäßige Kosten gedacht, die noch in keinem anderen Feld enthalten sind. Das können zum Beispiel kleine Mitgliedsbeiträge, zusätzliche Versicherungen, Fachliteratur oder andere wiederkehrende Betriebsausgaben sein.

Wichtig: Nutze dieses Feld nicht als unübersichtlichen Sammelplatz für alles. Trage nichts doppelt ein. Wenn dieser Posten sehr hoch wird, ist das oft ein Zeichen, dass du die Kosten besser sauber aufteilen und genauer prüfen solltest.
Sonstige Fixkosten kontrollierenHier nur Kosten eintragen, die noch nicht in anderen Feldern enthalten sind. Sonst kalkulierst du doppelt.
03Preislogik & SteuerRücklage, Rundung und Umsatzsteuer sauber berücksichtigen.
15 %
Nicht nur kostendeckend rechnenMit diesem Aufschlag schaffst du Luft für Fehler, Ausfälle, Preissteigerungen, Investitionen, Wachstum und echten Gewinn. Viele Solo-Selbstständige kalkulieren nur so, dass sie gerade eben ihre Kosten decken. Das führt oft dazu, dass zwar Arbeit da ist, aber kaum unternehmerische Freiheit entsteht.

Eine gesunde Rücklage ist kein Luxus, sondern Sicherheit. Sie hilft dir, schwächere Monate besser abzufangen und nicht bei jeder ungeplanten Ausgabe sofort Druck zu bekommen.
solide Rücklage
Rücklage nicht zu niedrig setzenDieser Aufschlag schafft Luft für Fehler, Ausfälle, Preissteigerungen, Investitionen, Wachstum und Gewinn.
1,00 €
Warum runden?Ein mathematisch exakter Preis wie zum Beispiel 37,42 € ist oft korrekt, wirkt im Gespräch oder im Angebot aber schnell unruhig. Eine saubere Rundung auf 0,50 € oder 1,00 € macht deinen Stundensatz klarer, professioneller und leichter kommunizierbar.

Achte aber darauf, nicht zu stark zu runden. Eine Rundung auf 5,00 € kann bei manchen Preisen einen spürbaren Sprung verursachen. Das kann gewollt sein, sollte aber bewusst entschieden werden.
Saubere RundungEine klare Rundung wirkt im Angebot professioneller. Zu starke Rundung kann den Preis aber unnötig erhöhen.
Netto und Brutto unterscheidenWenn du Umsatzsteuer ausweist, zahlt dein Kunde brutto mehr, dein eigentlicher Netto-Umsatz bleibt aber gleich. Die Umsatzsteuer ist also nicht dein Gewinn, sondern ein durchlaufender Betrag, den du vereinnahmst und später an das Finanzamt abführst.

Kleinunternehmerregelung prüfenWenn du die Kleinunternehmerregelung nutzt, weist du in der Regel keine Umsatzsteuer auf deinen Rechnungen aus. Seit 2025 gelten als wichtige Richtwerte: Vorjahresumsatz bis 25.000 € und laufendes Kalenderjahr bis 100.000 €. Wird die 100.000-€-Grenze im laufenden Jahr überschritten, kann ab diesem Zeitpunkt die Regelbesteuerung relevant werden.

Wichtig für GründerIm Gründungsjahr solltest du besonders sauber prüfen, ob deine Umsätze innerhalb der Grenze bleiben. Entscheidend ist der Umsatz, nicht dein Gewinn. Dieser Schalter ist nur eine rechnerische Hilfe und ersetzt keine steuerliche Prüfung.
ohne MwSt.
Kleinunternehmerregelung aktiv – keine MwSt. ausweisenPrüfe die Umsatzgrenzen: Vorjahresumsatz bis 25.000 € und laufendes Kalenderjahr bis 100.000 €. Entscheidend ist der Umsatz, nicht der Gewinn. Bei Überschreiten der Grenze kann Umsatzsteuerpflicht entstehen.
Hinweis: Dieser Kalkulator dient zur Orientierung für Solo-Selbstständige und ersetzt keine steuerliche, rechtliche oder betriebswirtschaftliche Beratung. Umsatzsteuer, Kleinunternehmerregelung, private Steuern, Sozialversicherung, Verträge und individuelle Pflichten bitte bei Bedarf mit Steuerberater, Rechtsanwalt oder zuständiger Stelle prüfen.
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